In Hamburg feierten wir den Jahrestag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Lettlands

Am 4. Mai 1990 verabschiedete der Oberste Sowjet der Lettischen SSR mit überwältigender Mehrheit die Erklärung „Über die Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Republik Lettland“. Der 4. Mai ist seitdem ein wichtiger Feiertag für die Letten.

Einen Tag zuvor, am Sonntag, dem 3. Mai, trafen wir uns in Hamburg zu einem gemeinsamen Brunch in einem außergewöhnlichen und geschmackvoll eingerichteten Restaurant im Stadtteil Barmbek.

Die ersten Maitage des Jahres 1990 nehmen in der Geschichte der Wiedererlangung der Unabhängigkeit der Republik Lettland ebenfalls einen wichtigen Platz ein, da an diesen Tagen der Bürgerkongress Lettlands im Rigaer Kongresszentrum stattfand. Hunderte Delegierte aus ganz Lettland und dem Exil nahmen daran teil. Der Kongress verabschiedete eine Erklärung mit derselben Zielsetzung – der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Lettlands – wie sie danach auch vom Obersten Sowjet der Lettischen SSR angenommen wurde. 

Die Unabhängigkeit der Republik Lettland war allein mit der Verabschiedung der Deklaration noch nicht Realität geworden. Es folgte eine Periode mit parallelen Machtstrukturen – russischen wie auch lettischen – und unklaren Machtverhältnissen. Es gab auch Tote zu beklagen. Erst im August 1991 gelang die völlige Herauslösung aus dem russischen Sowjetstaat, gefolgt von internationaler staatlicher Anerkennung.

Die Letten Hamburgs verbrachten einige schöne Stunden zusammen und feierten die geschichtsträchtigen Mai-Ereignisse für ihr Land. Die Veranstaltung umfasste auch kurze Ansprachen der Vorsitzenden des Lettischen Vereins Ilze Cipule und des Vorstandsmitglieds Andris Zemītis.

 

Text: A. Zemītis

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